Emotionen als Warnsignal für etwas, was nicht gut für uns ist

Unsere Saboteure – Extrateil

Sind meine Saboteure eigentlich die „Bösen“? 🕵️‍♀️🔥

In den letzten Wochen haben wir viel über den Richter, die Macher und die Vermeider in unserer Kopf-WG gesprochen. Und vielleicht fragst du dich jetzt: „Muss ich die jetzt alle hassen? Haben die nicht auch eine gute Seite?“

Die Antwort ist ein klares: Ja, sie haben eine Funktion. Aber sie sind wie ein Feuermelder, der nicht mehr aufhört zu schrillen.

Stell dir vor, du legst deine Hand versehentlich auf eine brennend heiße Herdplatte. 🔥 In diesem Moment schießt ein stechender Schmerz durch deinen Körper. Dieser Schmerz ist gut. Er ist ein überlebenswichtiges Alarmsignal deines Nervensystems, das dir sagt: „Zieh die Hand weg! Sofort!“

Ohne diesen Schmerz würdest du deine Hand verbrennen, ohne es zu merken.

Genau das ist der Job deiner Saboteure. Der Stress, die Angst, der Ärger oder die Scham, die sie auslösen, sind eigentlich nur das Signal: „Hey, hier stimmt was nicht! Achtung, Gefahr für dein Ego / deine Sicherheit / dein Ansehen!“

Das Problem ist nur: Die meisten von uns ziehen die Hand nicht weg. Wir lassen sie auf der heißen Platte liegen und hören uns minuten-, stunden- oder sogar tagelang an, was der Saboteur uns zu sagen hat:

  • „Warum warst du so dumm, die Hand da draufzulegen?“ (Der Richter)
  • „Du musst jetzt die Küche extra gründlich putzen, damit das nicht auffällt!“ (Der Macher)
  • „Vielleicht merkt es keiner, wenn wir einfach so tun, als würde es nicht brennen.“ (Der Vermeider)

Hier ist der entscheidende Punkt: Negative Emotionen sind wie der Schmerz an der Herdplatte: Als Alarmsignal (für ein paar Sekunden) sind sie hilfreich. Aber wenn du in diesen Emotionen verharrst, schadest du dir selbst.

Im Schmerz und im Stress kannst du nicht klar denken. Du nutzt deine eigentlichen Stärken – deine Kreativität, deine Empathie, deine messerscharfe Logik – nicht mehr bewusst. Du handelst nur noch im Panik-Modus. Und dann kommt wieder dieser Moment, in dem du denkst: „So bin ich doch gar nicht!“ 🎭🛑

Die Lösung?

  1. Den Schmerz bemerken (Ah, mein Saboteur schlägt Alarm!).
  2. Die Hand wegziehen (Tief durchatmen, den Körper spüren, den Autopiloten stoppen).
  3. Erst DANN entscheiden, wie du mit kühlem Kopf und deinen wahren Stärken reagierst.

Mentale Fitness bedeutet nicht, nie wieder den Schmerz der Herdplatte zu spüren. Es bedeutet, die Hand schneller wegzuziehen, bevor du dich verbrennst. 🕊️✨

Hand aufs Herz: Wie lange bleibst du meistens auf der „heißen Herdplatte“ sitzen, wenn dein innerer Richter oder Perfektionist Alarm schlägt? Sekunden? Stunden? Oder sogar Tage? 👇

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