𝗞𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗱𝗶𝘀𝗸𝘂𝘁𝗶𝗲𝗿𝘁. 𝗞𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗯𝗲𝘀𝗰𝗵𝘄𝗲𝗿𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵. 𝗘𝘀 𝗹ä𝘂𝗳𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗳𝗮𝗰𝗵.
Klingt wie ein Traum-Team? Ist es auch. Willkommen im 𝗡𝗼𝗿𝗺𝗶𝗻𝗴.
🐴 Wenn die Herde ihre Regeln gefunden hat
Nach dem Storming passiert etwas Leises. Kein großer Moment, kein Meeting, in dem jemand sagt: „Ab jetzt verstehen wir uns.“ Es schleicht sich einfach ein.
Die Pferde stehen plötzlich in festen Gruppen. Immer dieselben nebeneinander. Immer an derselben Raufe. Immer am selben Schlafplatz. Sie kraulen sich gegenseitig – aber nicht jeden. Es gibt klare Regeln, wer bei wem stehen darf. Unausgesprochen, aber für alle verbindlich.
Und jeder hat seine Rolle gefunden:
🔸 Einer ist der Wächter – gibt Alarm, wenn etwas nicht stimmt.
🔸 Eine ist die Kümmerin – steht immer bei den Unsicheren.
🔸 Einer wiehert zuverlässig, sobald die Raufen aufgehen. Jeden. Tag. Wie ein lebendes Pausenzeichen.
🔸 Und einer ist der Clown, den niemand so richtig ernst nimmt – aber alle gern in der Nähe haben.
Mein Lieblingsbild für Norming?
Die Tränke
Wenn die Raufe schließt, stehen 50 Pferde ohne eine Sekunde Diskussion brav an. Kein Drängeln. Kein „Ich war zuerst da“. Jeder wartet. Weil jeder weiß, wie es hier läuft.
Oder: Der Herdenchef will an der Raufe zwei Meter weiter links stehen. Was passiert? Alle rücken eins weiter. Das letzte Pferd geht einfach zur nächsten Raufe. Lautlos & ohne Kommentar.
Aber die Geschichte, die mich am meisten beeindruckt hat: Mein Pferd hat ein anderes an der Anbindestange 𝘇𝘂𝗿𝗲𝗰𝗵𝘁𝗴𝗲𝘄𝗶𝗲𝘀𝗲𝗻, weil es nach dessen Besitzer schnappen wollte. „Das macht man hier nicht.“ Das hatte sie von mir gelernt – und hat es 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗴𝗲𝗴𝗲𝗯𝗲𝗻. Ohne mein Einmischen.
👉🏻 𝗕𝘂𝘀𝗶𝗻𝗲𝘀𝘀-𝗧𝗿𝗮𝗻𝘀𝗳𝗲𝗿:
Norming ist die Phase, die am leichtesten zu übersehen ist – weil sie sich so gut anfühlt. Endlich kein Stress mehr! Aber genau hier passiert das Entscheidende:
🔸 𝗥𝗼𝗹𝗹𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗸𝗹𝗮𝗿. Nicht weil sie jemand zugewiesen hat, sondern weil das Team sie durchs Storming selbst gefunden hat. Der Wächter, die Kümmerin, der Clown – jedes Team hat sie. Die Frage ist: Kennst du sie?
🔸 𝗥𝗲𝗴𝗲𝗹𝗻 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝘂𝗻𝗮𝘂𝘀𝗴𝗲𝘀𝗽𝗿𝗼𝗰𝗵𝗲𝗻. Das klingt gut, ist aber auch ein Risiko. Solange alle die gleichen Regeln meinen, funktioniert es. Sobald jemand Neues kommt, beginnt der Zyklus von vorn – wenn die Regeln nirgends stehen.
🔸 𝗗𝗶𝗲 𝗞𝘂𝗹𝘁𝘂𝗿 𝘁𝗿ä𝗴𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁. Wenn ein Teammitglied ein anderes korrigiert – nicht die Führungskraft, sondern das Team selbst – dann bist du im Norming angekommen. Genau wie mein Pferd an der Anbindestange.
Die Gefahr? 𝗡𝗼𝗿𝗺𝗶𝗻𝗴 𝗺𝗶𝘁 𝗣𝗲𝗿𝗳𝗼𝗿𝗺𝗶𝗻𝗴 𝘃𝗲𝗿𝘄𝗲𝗰𝗵𝘀𝗲𝗹𝗻. Es läuft – aber läuft es auch wirklich gut? Oder sind alle nur froh, dass niemand mehr streitet? Dazu mehr im nächsten Post.
Woran hast du gemerkt, dass dein Team im Norming angekommen ist – und wie schnell hat es jemand Neues wieder durcheinandergebracht?

Teamentwicklung
mit Kopf, Herz und PferdeStärken

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