𝗗𝗮𝘀 𝗴𝗿𝗼ß𝗲 𝗕𝗲𝘀𝗰𝗵𝗻𝘂𝗽𝗽𝗲𝗿𝗻:
Von ehrlichen Ohren und dem „Onboarding am Strick“
Hast du das Foto der schlafenden Pferde gesehen? Das ist das Ziel eines jeden Teams. Absolutes Vertrauen. Aber der Weg dorthin beginnt nicht mit Kuscheln, sondern mit dem „𝗙𝗼𝗿𝗺𝗶𝗻𝗴“.
Wenn ein neues Pferd in eine Herde kommt, gibt es keine Vorstellungsrunde mit Powerpoint. Es gibt Instinkt. Und da können wir uns eine gewaltige Scheibe abschneiden.
In unseren Büros erleben wir oft die „künstliche Harmonie“. Man ist vorsichtig, höflich, hält sich zurück. Bloß nicht anecken. Pferde sind da ehrlicher:
1️⃣ Charakter ohne Maske:
Bei Pferden siehst du sofort, wer neugierig ist, wer lieber seine Ruhe will und wem alles egal ist, solange das Futter stimmt. Sie verstellen sich nicht. Wir Menschen verbringen oft Wochen damit, herauszufinden, wer wirklich hinter der Business-Maske ist.
2️⃣ Klare Kante von Anfang an:
Pferde ziehen Grenzen. Sofort. Da gibt es mal eine deutliche Ansage, aber – und das ist entscheidend – keiner ist nachtragend. Wenn die Fronten geklärt sind, ist auch wieder gut. Im Team schlucken wir den Ärger oft runter, bis er irgendwann explodiert.
3️⃣ Die Rolle der „Kümmerer“:
In einer guten Herde gibt es immer das eine Pferd, das sich um die Neuen kümmert. Es ist der Brückenbauer.
4️⃣ Struktur & Führung gibt Sicherheit:
Niemand, der bei Verstand ist, wirft ein neues Pferd einfach mitten in eine fremde Herde und hofft das Beste. Das wäre pures Chaos. Die Eingliederung läuft kontrolliert: Erst die Box in der Herde, dann der Zaun dazwischen, vielleicht das erste Kennenlernen am Strick mit einem erfahrenen „Paten-Pferd“.
👉🏻 Business-Transfer: Führung bedeutet im Forming, den „Sicherheitszaun“ zu bauen. Du gibst den Rahmen vor, in dem das Kennenlernen stattfindet. Du definierst im Onboarding-Prozess den „Kümmerer“ und entscheidest, wer mit wem als Erstes „beschnuppert“. Ohne diese Struktur läuft es schnell in die falsche Richtung.
𝗗𝗮𝘀 𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗼: 𝗗𝗮𝘀 „𝘂𝗻𝘀𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗶𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲“ 𝗻𝗲𝘂𝗲 𝗧𝗲𝗮𝗺𝗺𝗶𝘁𝗴𝗹𝗶𝗲𝗱
Ich habe es selbst erlebt: Ein Pferd kommt in die Herde und kennt die Spielregeln nicht. Es ist übergriffig, respektlos und glaubt, seine alten Erfahrungen seien das einzige Gesetz.
Im Business ist das der Einzelgänger, der noch nie im Team gearbeitet hat oder der einfach sagt: „Das habe ich schon immer so gemacht“.
Die Reaktion der Herde? Geschlossenheit unter dem Herdenchef.
Sie verweisen den Störenfried konsequent in seine Schranken – ohne großen Wirbel, aber mit unmissverständlicher Klarheit. Das Ziel ist nicht Ausgrenzung, sondern Integration durch klare Regeln.
👉🏻 Forming bedeutet nicht künstliche Harmonie. Es bedeutet, den Raum zu schaffen, in dem sich jeder zeigen darf – und in dem die Führungskraft den schützenden Rahmen hält, damit niemand „verletzt“ wird.
Bietest du neuen Teammitgliedern diesen „Schutzraum“ zum Beschnuppern? Oder wirfst du sie direkt ins kalte Wasser der gesamten Herde?

Teamentwicklung
mit Kopf, Herz und PferdeStärken

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