Unsere inneren Saboteure im Assert Style. Mentale Gesundheit mit Positive Intelligence

Unsere Saboteure – Teil 4/6

Warum fühlt sich „alles richtig machen“ so verdammt schwer an?

Vielleicht kennst du diesen Moment am Abend: Du hast den ganzen Tag lang Gas gegeben. Du warst für alle da, hast jedes Detail perfekt gelöst und alle Feuer gelöscht, noch bevor sie ausbrechen konnten. Eigentlich müsstest du zufrieden sein.

Aber statt Stolz spürst du nur eine bleierne Schwere. Du fühlst dich leer, vielleicht sogar ein bisschen ausgenutzt oder innerlich völlig angespannt.

Und du fragst dich: „Stopp. Wo bin ICH eigentlich geblieben? Warum fühle ich mich so verbogen?“

Eigentlich bist du ein Mensch, der Harmonie liebt, Qualität schätzt und eine unglaubliche Gabe hat, Risiken zu erkennen. Das sind wunderbare Stärken!

Aber in stressigen Momenten übernimmt dein Autopilot. Er setzt dir die Maske des „Earn-Style“ auf. Das sind Strategien, die wir oft schon als Kinder gelernt haben: Wir glauben, wir müssten uns Sicherheit und Liebe durch Leistung und Anpassung erst verdienen.

Dabei verwandeln sich deine Stärken in Ketten:

  • Die Maske des Retters (Pleaser): Du willst, dass es allen gut geht. Aber plötzlich merkst du, wie du ein „Ja“ sagst, das sich in deinem Bauch wie ein fettes „Nein“ anfühlt. Du lächelst, während du innerlich vor Erschöpfung schreist. Der Preis: Du verlierst den Kontakt zu deinen eigenen Bedürfnissen.
  • Die Maske des Makellosen (Perfektionist/Stickler): Du willst Qualität. Aber dein Saboteur macht daraus eine Jagd nach Fehlern, die nie endet. „Gut“ fühlt sich für dich wie Versagen an. Du korrigierst die E-Mail zum zehnten Mal, während dein Feierabend schon längst vorbei ist. Der Preis: Ein lähmender Druck und die Unfähigkeit, jemals wirklich zufrieden zu sein.
  • Die Maske des Wachsamen (Hyper-Vigilant): Du willst Sicherheit. Aber dein Saboteur lässt dich das Umfeld permanent nach Gefahren absuchen. Du scannst die Stimmung im Raum, die Mimik deines Chefs, jede kleinste Veränderung. Der Preis: Dein Nervensystem ist im Dauer-Alarm. Du kannst nie wirklich abschalten. Nie.

Das Problem ist: Wir halten diese Masken oft für unseren Charakter. Wir sagen: „So bin ich halt.“

Aber ich sage dir: Nein, so bist du nicht. Das ist nur die Rolle, die du spielst, um dich sicher zu fühlen. Dein wahres Ich ist viel gelassener, mutiger und freier als dieser ständige Kampf um Anerkennung.

Hand aufs Herz: In welcher Situation hast du dich zuletzt für andere oder für ein „perfektes“ Ergebnis verbogen? Welcher dieser drei „getarnten Helfer“ hat dich in deiner Karriere bisher am meisten Kraft gekostet? 👇✨

Teile es gerne in den Kommentaren. Den Saboteur beim Namen zu nennen, ist der erste Schritt, um die Maske endlich abzusetzen.

Teile dein Interesse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert