Unsere inneren Saboteure im Assert Style. Mentale Fitness nach Positive Intelligence

Unsere Saboteure – Teil 3/6

Wenn aus Souveränität plötzlich „Angriff“ wird

9:00 Uhr morgens: Der Kaffee duftet, du bist motiviert und nimmst dir fest vor: „Heute bleibe ich ganz entspannt. Ich höre zu, bleibe kooperativ und souverän.“

11:30 Uhr morgens: Der erste Termin läuft schief, ein Projekt verzögert sich und plötzlich… passiert es. Ein Schalter legt sich um. In deinem Kopf schreit es: „BEISEITE! ICH MACH DAS JETZT SELBST!“

Vielleicht wirst du laut. Vielleicht wirst du hektisch. Vielleicht übergehst du die Meinung deiner Kollegen, nur um das Ergebnis zu erzwingen. Und hinterher, wenn sich der Staub gelegt hat, sitzt du da und denkst:

„𝗦𝘁𝗼𝗽𝗽. 𝗪𝗲𝗿 𝘄𝗮𝗿 𝗱𝗮𝘀? 𝗦𝗼 𝗿ü𝗰𝗸𝘀𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀𝗹𝗼𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗴𝗲𝘁𝗿𝗶𝗲𝗯𝗲𝗻 𝗯𝗶𝗻 𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗼𝗰𝗵 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗴𝗮𝗿 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁!“

Willkommen in der Abteilung der „Macher-Masken“.

Letzte Woche haben wir den Richter kennengelernt (den Typen, der in unserem Kopf den Alarm auslöst). Heute schauen wir uns die erste „Spezialeinheit“ an, die er ruft, wenn es brenzlig wird: Den Assert-Style oder schlicht den Angriffs-Modus.

Die Strategie ist pure Flucht nach vorn. Wenn uns etwas stresst, versuchen wir der Situation durch reines Tun zu entkommen. Wir setzen uns eine Maske auf, die uns unverwundbar und stark wirken lässt, aber innerlich zittern wir vor dem Kontrollverlust.

In dieser Truppe spielen drei Charaktere die Hauptrollen:

  • Der Kontrolletti (Controller): Er glaubt, die Welt bricht zusammen, wenn er nicht jede Kleinigkeit steuert. Er maskiert seine Angst vor Chaos mit Dominanz. Der Preis: Er ist einsam an der Spitze und völlig überlastet.
  • Der Leistungs-Junkie (Hyper-Achiever): Er rennt von Erfolg zu Erfolg, um nicht fühlen zu müssen, dass er sich eigentlich nie „genug“ fühlt. Er maskiert seinen Selbstwert mit Trophäen. Der Preis: Er verliert den Kontakt zu seinem wahren Ich und spürt keine echte Freude mehr.
  • Der Rastlose (Restless): Er ist ständig auf der Suche nach dem nächsten Kick, dem nächsten Projekt, der nächsten Ablenkung. Er maskiert seine innere Unruhe mit Hektik. Der Preis: Er ist nie wirklich „da“. Nicht bei der Arbeit, nicht bei der Familie, nicht bei sich selbst.

Diese Saboteure flüstern dir ein: „Nur wenn du drückst und rennst, bist du sicher.“ Aber die Wahrheit ist: Sie rauben dir die Gelassenheit, die du eigentlich hättest, wenn du dem Prozess (und dir selbst) vertrauen würdest.

Hand aufs Herz: In welchem dieser drei „Sprinter“ erkennst du dich in Stressmomenten wieder? Wer setzt dir die Maske auf, wenn es brenzlig wird?

Teile deine Erfahrung gerne in den Kommentaren. Es ist der erste Schritt, um den Fuß vom Gaspedal zu nehmen und wieder selbst das Steuer zu übernehmen.Noch ein Beitrag.

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